Was bedeutet Specific Operations Risk Assessment, wann wird es relevant und wo findest du weiterführende Informationen?
Wichtiger Hinweis: Diese Webseite ist ein unabhängiges Informationsangebot. Sie bietet keine Antragstellung und keine individuelle Beratung.
Die Grundlagen der Specific Operations Risk Assessment
SORA steht für Specific Operations Risk Assessment – eine Methode zur strukturierten Risikobewertung von Drohnenoperationen, die nicht in die Open Category passen.
SORA betrifft vor allem Drohnenflüge in der Specific Category, bei denen Risiken am Boden und in der Luft systematisch bewertet werden müssen.
SORA hilft dabei, Risiken strukturiert zu bewerten und daraus technische, organisatorische und betriebliche Anforderungen abzuleiten.
Das Ergebnis einer SORA kann unter anderem ein SAIL-Level (Specific Assurance and Integrity Level) sein, das die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen definiert.
Wichtiger Hinweis: Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung, keine Schulung und keine Auskunft der zuständigen Luftfahrtbehörde.
Der Hintergrund der Risikobewertung
Nicht jeder Drohnenflug passt in die Open Category. Komplexere Einsätze brauchen eine nachvollziehbare Sicherheitsbetrachtung, damit Behörden die Sicherheit für Menschen am Boden, andere Luftverkehrsteilnehmer und sensible Bereiche bewerten können.
Entscheidungslogik für Drohnenpiloten
Grundregel: Wenn ein Vorhaben nicht in die Open Category, ein Standard Scenario (STS) oder ein Pre-Defined Risk Assessment (PDRA) passt, kann eine individuelle Risikobewertung nach SORA erforderlich werden.
Falls ja: keine SORA erforderlich. Falls nein: weiter zu Schritt 2.
Falls ja: STS nutzen. Falls nein: weiter zu Schritt 3.
Falls ja: PDRA nutzen. Falls nein: weiter zu Schritt 4.
Dann kann SORA relevant werden. Behördliche Anforderungen klären!
Offizielle und weiterführende Quellen
Offizielle Informationen der European Union Aviation Safety Agency zur Specific Category und SORA
Die offizielle SORA-Methodologie von JARUS (Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems)
Durchführungsverordnung zu Regeln und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge
Informationen des deutschen Luftfahrt-Bundesamts zu Drohnen und unbemannten Luftfahrtsystemen
Drohneninformationen der österreichischen Luftfahrtbehörde
Bundesamt für Zivilluftfahrt – Informationen zu Drohnen und Flugmodellen
Ein Überblick – keine Antragstellung über diese Webseite
Wichtig: Typischerweise müssen Betreiber bei einer genehmigungspflichtigen Operation verschiedene Unterlagen vorbereiten. Die genaue Anforderung hängt vom Vorhaben und von der zuständigen Behörde ab. Diese Webseite bietet keine Antragstellung oder individuelle Beratung.
Definieren Sie genau, was Sie mit der Drohne vorhaben: Einsatzgebiet, Flugroute, Nutzlast, etc.
Klären Sie, ob Ihr Vorhaben in die Open Category, ein Standard Scenario (STS) oder ein PDRA passt.
Erstellen Sie ein Concept of Operations (ConOps), das den geplanten Betrieb beschreibt.
Bewerten Sie das Risiko für Personen und Objekte am Boden.
Bewerten Sie das Risiko für andere Luftverkehrsteilnehmer.
Legen Sie fest, welche technischen und betrieblichen Maßnahmen Sie ergreifen, um Risiken zu minimieren.
Überprüfen Sie, welche Operational Safety Objectives (OSOs) für Ihr SAIL-Level gelten.
Bereiten Sie alle Unterlagen für die zuständige Behörde vor – ggf. mit professioneller Unterstützung.
Die wichtigsten Unterschiede und was Betreiber beachten sollten
Stand EU: EASA hat SORA 2.5 über die ED Decision 2025/018/R (veröffentlicht am 29. September 2025) in das AMC/GM-Umfeld zu Art. 11 der VO (EU) 2019/947 übernommen.
Wichtige Hinweise zur SORA-Vorbereitung
SORA ist kein einfaches Formular, sondern eine nachvollziehbare Sicherheitsargumentation, die Fachwissen erfordert.
Die Anforderungen können je nach Operation stark unterschiedlich sein. Es gibt keine Standardlösung für alle Fälle.
Verlassen Sie sich auf aktuelle Informationen der zuständigen Luftfahrtbehörde – diese sind entscheidend.
Professionelle Schulung oder Beratung kann sinnvoll sein, um Fehler zu vermeiden und den Prozess zu beschleunigen.
Diese Webseite bietet nur eine erste Orientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung, Schulung oder behördliche Auskunft.
Wer tiefer in SORA, Specific Category oder Betriebsgenehmigungen einsteigen möchte, kann sich an spezialisierte Schulungs- oder Beratungsanbieter wenden.
Hinweis: Die folgenden Anbieter sind kommerziell und werden zu Informationszwecken aufgeführt. Diese Webseite kann Affiliate-Partnerschaften unterhalten. Bitte prüfen Sie selbst, welcher Anbieter für Ihre Anforderungen geeignet ist.
Spezialisiert auf Drohnenschulungen, SORA-Beratung und Betriebsgenehmigungen für professionelle Drohnenpiloten.
Aktuell keine weiteren Partner gelistet.
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Antworten auf die wichtigsten Fragen zu SORA
Nein. SORA wird in der Regel nur relevant, wenn ein Drohnenflug nicht in die Open Category, ein Standard Scenario (STS) oder ein Pre-Defined Risk Assessment (PDRA) passt. Für viele Standardflüge ist SORA nicht erforderlich.
Grundsätzlich ja, aber SORA ist komplex und erfordert fundierte Kenntnisse in Luftfahrt, Risikobewertung und den geltenden Vorschriften. Viele Betreiber nutzen Schulungen oder professionelle Beratung.
Die Open Category umfasst Standardflüge mit geringen Risiken, die ohne individuelle Genehmigung möglich sind. Die Specific Category betrifft komplexere Operationen, die eine Risikobewertung und ggf. eine Betriebsgenehmigung erfordern.
PDRA steht für Pre-Defined Risk Assessment – eine vordefinierte Risikobewertung für bestimmte Operationstypen. PDRAs sind standardisierte Szenarien, die eine individuelle SORA-Erstellung vereinfachen oder ersetzen können.
BVLOS steht für Beyond Visual Line of Sight, also Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten. Solche Flüge fallen in der Regel in die Specific Category und erfordern eine Risikobewertung.
Nein. Diese Webseite ist ein unabhängiges, privates Informationsangebot und steht in keiner Verbindung zu EASA, LBA, AESA oder anderen Luftfahrtbehörden.
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